Kennen Sie Ihr Recht?
Ratgeber: Einleitung
Das Phänomen Telearbeit ist seit gut drei Jahrzehnten in aller Munde. Damals begann eine teilweise heftige Diskussion in Gesellschaft und Wissenschaft, wie man die Trennung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte wieder beseitigen könnte. Auslöser war die Ölkrise 1973,die mit ihren langen Warteschlangen vor Tankstellen und dem Sonntagsfahrverbot einen tiefen Schock in den mobilitätsgläubigen Industriegesellschaften, allen voran die USA, hinterließ.
weiter zur EinführungTelearbeit von Arnt Kotulla
Vor diesem Hintergrund untersuchte J.M. Nilles in den USA informationstechnisch gestützte Dezentralisierungskonzepte der Büroarbeit und prägte damit den Begriff "Telecommution" (Telependeln). Im Vordergrund des Konzeptes Telecommuting stand die Lösung von Umweltproblemen. Es war nicht so sehr auf die Lösung von Aufgabenstellungen der Arbeitswelt gerichtet. Die Idee Nilles war schlicht. Arbeitsvorgaben und –ergebnisse sollten durch Informations- und Kommunikationstechnologie (IuK) physisch transportiert werden, so dass der Mitarbeiter nicht zwischen Wohnung und Arbeitsstätte pendeln muß, sondern die Vorgaben ect an einen dezentralen Arbeitsplatz gesendet werden. Die ersten deutschsprachigen Arbeiten erschienen Anfang der 80zigerJahre. Hier wurden jedoch verschiedene Terminologien zugrunde gelegt. Es kamen neben der Telearbeit Begriffe, wie "electronische Fernarbeit", "Teleheimarbeit" oder "moderne Heimarbeit" vor.
Der Begriff Telearbeit ist heute anerkannt. In der sehr umfangreiche Literatur besteht weitgehend Konsens darüber, was darunter verstanden wird und welche Arten von Telearbeit es gibt. Jedoch sind immer noch sehr viele andere Bezeichungen für den Oberbegriff Telearbeit übrig. Grund dafür ist, dass hierbei noch immer gesellschaftliche und politische Vorurteile gegeneinander prallen. Die wissenschaftliche Diskussion befreit sich jedoch immer mehr von Visionen und Spekulativem. [@]
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