Kennen Sie Ihr Recht?

Ratgeber: Wie gelangen Spammer an E-Mail Adressen?

(Seite zurück:Was ist "Spam"?)

Wie gelangen Spammer an E-Mail Adressen?

CDs mit Tausenden oder Millionen E-Mail-Adressen werden fast täglich auf Internet-Marktplätzen (z. B. Ebay) oder wiederum per Spam angeboten und kosten meist weniger als 100 Euro. Über besondere Einrichtungen im Internet werden gut recherchierte Adresslisten gegen "Mitgliedsbeiträge" vertrieben. Diese CDs enthalten Adressen, welche im Internet an öffentlich zugänglichen Stellen gesammelt wurden: auf WWW-Seiten aller Art, insbesondere in Foren, in Newsgroups und Chaträumen sowie von "auskunftsfreudigen" E-Mail-Servern, welche die Gültigkeit von geratenen E-Mail-Adressen mitteilen. Alle Adressquellen haben gemeinsam, dass die Inhaber der E-Mail-Adressen einem Empfang von Spam weder zugestimmt haben, noch eine solche Zustimmung gutgläubig vermutet werden kann.

Die Software zum Sammeln von E-Mail-Adressen, als "Spider", "Harvester" oder "Spambot" bezeichnet, wird oft gemeinsam mit den Adress-CDs auf Internet-Marktplätzen oder per Spam angeboten. Die Funktionsweise ist dabei einfach, aber effektiv: ein vom Nutzer gewählter Suchbegriff wird an mehrere Suchmaschinen (Google, Yahoo, Lycos, MSN) weitergeleitet, welche zahlreiche WWW-Seiten zurückliefern, die diesen Begriff sowie E-Mail-Adressen enthalten. Anschließend werden diese Seiten direkt aufgerufen. Das Spider-Programm speichert die gefundenen Adressen in einer Textdatei, welche von der Spam-Software direkt verwendet wird.

Für eine effektive Spamwelle benötigt man eine entsprechende Internetverbindung. Der Versand von zwei Millionen E-Mails würde mit einem Modem fast eine Woche dauern, per ISDN immerhin noch ungefähr drei Tage. Mit einer ADSL-Leitung kann man dies in ca. zehn Stunden erreichen. [@]

(Nächste Seite:Dialer und Mehrwertdienste)

Kontakt zur Redaktion

Ihre kompetenten Ansprechpartner

MeinRechtsportal - Service

Neu auf MeinRechtsportal