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Ratgeber: Funktionsweise und Eigenschaften von Dialerprogrammen
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Die Grundfunktion aller Dialer ist die Anwahl einer Rufnummer zur Verbindung des PCs ins Internet. Im Zusammenhang mit Mehrwertdiensten ist der Dialer ein Mittel zur Bezahlung von kostenpflichtigen Inhalten. Im folgenden werden einige technische Einzelheiten beispielhaft erläutert.
Funktionsweise und Eigenschaften von Dialerprogrammen
Ein Grundtyp Dialer enthält für den Benutzer leicht zugänglich und vor jeglicher Einwahl lesbare AGBs und eine ladungsfähige Anschrift des Anbieters, die anzuwählende Mehrwertdienstenummer und deren Kosten. Bevor die Internetverbindung aufgebaut wird, fragt das Programm den Nutzer, ob dies wirklich geschehen soll. Der Dialer verfügt außerdem über einen Passwortschutz und eine Liste aller getätigten Verbindungen. Eine Installation auf dem Rechner erfolgt nicht.
Ein anderer Typ Dialer installiert sich unbemerkt im Betriebssystem. Hierzu kopiert sich das Programm an eine schwierig zu findende Stelle auf der Festplatte. Oft wird zusätzlich der Dialername geändert. Es trägt sich weiterhin als Standardverbindung ein, damit zukünftig jede Einwahl ins Internet über die Nummer des Dialers und zu deren Kosten erfolgt. Der Anwender bemerkt dies häufig erst beim Erhalt der nächsten Telefonrechnung.
Viele Dialer sind mit der "Zwei-Klick-Technologie" ausgestattet. Gemeint ist damit, dass der Dialer nach dem Herunterladen durch den Nutzer mit einem "ersten Klick" gestartet wird. Hierbei vollzieht das Programm die oben genannte Installationsroutine. Danach erscheint der Dialer und ein zweiter Klick des Nutzers läßt den Dialer die Verbindung aufbauen.
Zusatzfunktionen des WWW-Browsers Microsoft Internet Explorer ermöglichen schon beim Herunterladen ein Starten und Einwählen des Dialers. Mittels Active-X kann der Spammer einen an sich seriös aussehenden Dialer zur automatischen Anwahl bringen, ohne dass der Benutzer etwas davon bemerkt. Dazu lädt ein dem Dialer vorgelagertes kleines Programm diesen aus dem Internet nach.
Verschiedene Dialer haben die Fähigkeit, mehrere Einwahlnummern anzuwählen, wenn bestimmte Nummern nicht erreichbar sind, etwa nach einer Rufnummernsperre. Dem Benutzer wird die Existenz mehrerer Nummern nicht mitgeteilt, er kann sie wenn überhaupt nur durch eine technische Analyse ermitteln oder durch eine kostenpflichtige Einwahl des Dialers.
Desweiteren können Dialer danach unterschieden werden, wie dieser vom "Lagerplatz" auf den Rechner des Empfängers gelangt. Zum einen ist dies durch einen einfachen Kopiervorgang möglich, dieser Dialer auf dem Rechner des Empfängers ist mit dem identisch, der auf der WWW-Seite liegt. Zum anderen werden aber Dialer erst beim Herunterladen erstellt. Hierzu sind entsprechende leistungsstarke Computersysteme notwendig. Solche Dialer sind nicht auf einer kostenlosen WWW-Seite zu finden, sondern auf einem speziellen, vom Anbieter betriebenen Server. Trotzdem sind alle diese Dialer bis auf wenige Bytes gleich. Sie können so Schutzsoftware einfacher umgehen.
Während Installation und Einwahl so einfach wie möglich gestaltet werden, ist es in vielen Fällen schwierig, die Verbindung zu schließen, den Dialer zu beenden oder aus dem System zu entfernen. Die Benutzeroberfläche eines Dialers ist teilweise so gestaltet, dass man nicht über die üblichen Progammfunktionen das Dialerfenster schließen kann. Einige Dialer unterbinden nach ihrem Start die Nutzung anderer Programme solange, bis der Nutzer eine bestimmte Schaltfläche betätigt. [@]
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