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Ratgeber: Telearbeitszentren

Folgende Arten von Telearbeitszentren gibt es:

Satellitenbüro

Das Ziel eines Satellitenbüros ist die Auslagerung mehrerer Arbeitsplätze, häufiger sogar ganzer Abteilungen. Es ist vergleichbar mit einer Filiale oder Niederlassung als Außenstelle eines Unternehmens, die in Wohnortnähe qualifizierter Mitarbeiter eingerichtet werden. Das Tätigkeitsprofil umfaßt telefonische Servicedienstleistungen, Kundendienstabteilungen, Entwicklungs- und Konstuktionsbüros, aber auch selbständig arbeitende Verwaltungsabteilungen. Das Satellitenbüro ist zwar dezentral plaziert, aber aufgrund seiner Merkmal doch mit festen, im Mutterunternehmen üblichen Arbeitszeiten verbunden.

Nachbarschaftsbüros

Eine Variante des Satellitenbüros stellt das Nachbarschaftsbüro dar. Auch hier ist das Ziel die Auslagerung mehrerer Arbeitsplätze. Der Unterschied zum Satellitenbüro besteht jedoch darin, dass mehrere Unternehmen gemeinsam Büros mit Telearbeitsplätzen in suburbanen Gegenden einrichten. Im Regelfall finden sich hier branchenfremde Firmen zusammen, um mögliche Wettbewerbsrisiken auszuschließen. Die möglichen Tätigkeiten im Nachbarschaftsbüro ähneln denen des Satellitenbüros. Die Arbeitszeit ist in der Regel mit festen Bürozeiten verbunden, die häufig an die Arbeitszeit der Hauptgeschäftsstellen angelehnt sind.

Der Ursprung der Nachbarschaftsbüros findet sich vor allem in Skandinavien. Damit sollten vor allem ländliche, strukturschwache Gebiete mit dieVerbreitung von IuK gefördert werden. So wurden in den 80er Jahren sog. Telehäuser eingerichtet, welche die notwendige technische Infrastrukturaber auch Schulungs- und Fortbildungsangebote zur Verfügung stellten. 1982 wurde in Nykvarn/Schweden eines der weltweit ersten Nachbarschaftsbüro mit Hilfe staatlicher und privater Mittel aufgebaut. Es arbeiteten zunächst 17 alternierende Arbeitnehmer aus unterschiedlichsten Branchen und Unternehmen.

Gleichzeitig soll mit dem Nachbarschaftsbüro ein weiteres Zielverfolgt werden. Um der drohenden sozialen Ausgrenzung der Telearbeiterentgegenzuwirken, sollen die Telearbeitseinrichtungen Arbeitplätze mehrerer Unternehmen mit Kultur-, Dienstleistungs- und Freizeitangebotenvereinen.

Telecenter / Teleservicecenter

Bei dieser Form der Telearbeit (Telecenter) richten große Kommunikationsunternehmen oder Computerfirmen in Peripherien von Großstädten komplette Büröinfrastrukturen ein. Werden diese selbst oder durch private / öffentliche Dienstleistungsorganisationen als betriebsbereite Telearbeitsplätze vermieten, so spricht man von Telecenter. Das gesamte Investitions-, Installations-und Servicerisiko liegt bei diesem Modell beim Vermieter.

In Teleservicecenter wird zusätzlich das Personal durch die Vermietungsgesellschaften angeboten. Tätigkeitsbereiche sind diverse Dienstleistungen, wie Sekretariats- und Telefondienstleistungen. Die Arbeitszeit ist bei diesen Telearbeitsmodellen für den Arbeitnehmer nicht individuell flexibel gestaltet, sondern richtet sich nach üblichen Bürozeiten oder wird vom Arbeitgeber vorgegeben. [@]

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